Hamburg hat wie das Monopoly-Spiel vier Bahnhöfe für Fernzüge. Zu einem ging es um mein Bild der Woche zu machen. Den Hauptbahnhof kennen sicherlich die meisten. Dann gibt es noch den Harburger Bahnhof. Praktisch für alle, die südlich wohnen und nicht die Elbe überqueren möchten, sei es durch den Tunnel oder über die Brücken. Dann gibt es noch den Altonaer Bahnhof. Mein Umsteige-Bahnhof, wenn es für mich ins Office geht. 

Aber es ging diese Woche zum Bahnhof Hamburg – Dammtor. Eigentlich ein redundanter Bahnhof. Liegt er doch zwischen Hamburg Hbf und Altona und der Zug hält nur kurz für einen Zwischenhalt. Er hat auch nur zwei Bahnsteige. Einen für die S-Bahn und einen für die Fernbahn. Und damit ist er eigentlich auch kein Bahnhof, weil er keine Weichen hat, sondern ein Haltepunkt. Das ist der Grund, warum wir ihn auch gerne nutzen um uns mit “Stadtfremden” zu treffen. Sich hier nicht zu treffen ist fast unmöglich. Gibt es nur ein Gleis, wo der entsprechende Zug ankommen kann.

Warum gibt es denn nun diesen Haltepunkt Dammtor? Und das ist das schöne an dem Projekt mit den Weeklyboys, ich setze mich viel mehr mit meiner Lieblingsstadt auseinander. Der Bahnhof wurde für Staatsbesuche gebaut. Warum für Staatsbesuche? Wer sollte denn hier nach Hamburg kommen? Z.B. der Deutsche Kaiser Wilhelm II. Alleine für ihn gab es im ersten Bahnhof ein eigenes Sondergleis und spezielle Räume. Er war nicht so selten in Hamburg, was sicherlich auch an seiner Liebe zu Kreuzfahrten lag. So war er 1891 auch an den Landungsbrücken und winkte dem ablegenden Kreuzfahrtschiffes zu. Albert Ballin wollte mit diesem mutigen Schritt ein weiteres Standbahn zu den Atlantikfahrten (Hamburg – New York) mit einer anderen Klientel aufbauen und erfand damit die Kreuzfahrtschifffahrt. 

Jetzt verwundert es nicht, dass der Bahnhof Dammtor auch Kaiserbahnhof genannt wird. 

Am meisten mag ich die großen Fenster des Bahnhofs. Das ist auch der Grund, warum ich diese Bild ausgewählt habe.

Angekommen in Dammtor ging es dann noch in die weihnachtlich geschmückte Innenstadt. Es gab die leckerste Bratwurst der Stadt beim Mö-Grill. Dann auf dem Weg zum Portugiesenviertel haben wir Einkehr in die tolle Buchhandlung LESESAAL gemacht um bei einem guten Käffchen etwas in die neu erworbenen Bücher zu stöbern. Hamburg zeigte sich auch von seiner typischen Wetterseite und führte dazu, dass es weniger Bilder beim Kontaktabzug gibt:

Hier geht’s zu den starken Bilder und Texten der Woche der weiteren Weeklyboys:

Jürgen Libertus:
https://www.facebook.com/jurgen.libertus.3/posts/3132561367060779

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