How dunnit in Berlin

Wie Andreas Jorns geschrieben hat, er würde mit seiner How dunnit – Tour auch nach Berlin kommen, war es für mich klar, dass dies ein guter Grund ist ein Wochenende in Berlin zu verbringen.

Berlin hat ein Herz für Fotografen, gibt es hier doch immer interessante Ausstellungen und fantastische Buchhandlungen.

Die Location war dann auch noch einmalig. Schon vor ein paar Jahren haben wir das Bikinigebäude für uns entdeckt. Wir mögen die vielen kleinen Geschäfte und geht man ein paar Stufen hoch, lädt eine Dachterrasse zum Verweilen ein, besonders schön bei Sonnenuntergang.

IBM hat die Location inkl. Speis und Trank zur Verfügung und ich finde es schön, dass große Konzerne Kunst unterstützen.

Der Anfang

Mit Farbe, reichlich Farbe, begann dann auch sein Vortrag. Seine Jugendsünden wurden präsentiert. Unter dem Motto viel hilft viel wurde alles aus den Blitzen und Photoshop herausgeholt.

Die Inspiration

Es ist kein Geheimnis, dass Jim Rakete, Peter Lindbergh und Anton Corbijn Inspirationquellen für ihn sind.

Mitgenommen habe ich, dass es gut ist Fotografen zu haben an denen man sich orientieren kann. Vor kurzem hat Sean Tucker auch ein sehr inspirierendes Video dazu aufgenommen.

Dann erzählte Andreas von der gemeinsamen Leidenschaft, dem sammeln von Bildbänden. Und ich habe in seinem Atelier die Riesenauswahl gesehen. Da wäre ich gerne mal eingeschlossen…

Musik

Aber wie kommt er nur zu diesen authentischen und emotionalen Bildern? Die Musik ist der Schlüssel! Wohl gewählt, je nachdem, wer sich vor seiner Kamera befindet. Er hat daraus sogar ein Projekt gemacht. Während die Musik spielt, gibt er dabei keine Anweisungen und gibt damit der Protagonistin die Möglichkeit sich ganz auf die Musik einzulassen.

Auf Spotify findet man auch die Playlist von ihm.

Projekte / Serien

Häufig fällt das Wort Projekt. Andreas ist nicht auf der Suche nach dem perfekten Bild, sondern ist der Auffassung, dass ein Bild einer Person nicht gerecht wird sondern gerade Serien die Intensität der Bilder verstärken und die Person oder Situation besser abbilden.

Das Denken in Serien hat er auch durch seine nun zehn Publikationen gelernt. Und wie so vieles von Andreas, arbeitet er nachhaltig und lange an Projekten.

Die Gegenwart

Zum Ende des kurzweiligen Vortrags gewährte Andreas einen Einblick in seine aktuellen Projekte / Arbeiten.

Begann der Vortrag damit, dass die Spezialisierung auf Schwarz-weiß-Bilder, Porträts und der Fokus auf die Person ohne Ablenkung, ihm den Erfolg gab, weil er ganz spitz eine Nische besetzte, die vorher nicht gefüllt war.

Schön ist es zu sehen, dass er es jetzt schafft seinen Stil auch in die dokumentarische Fotografie, mit Weitwinkelobjektiven zu übertragen. Und selbst Farbbilder sind nun kein Tabu mehr.

Chapeau! Ich mag den „neuen“ Andreas…

Der Abend klang dann noch einmal perfekt aus! Bei Rinderfilet, ausreichend Alkohol und Blick auf eine riesige Leinwand, wo die Bilder ein letztes Mal für diesen Abend als Diashow liefen konnte man dann in netter Atmosphäre socializen.

Danke für diesen schönen Nachmittag und Abend!

Hier noch ein paar Impressionen vom Nachmittag/Abend:

2 Kommentare

  1. Vielen Dank für deinen Beitrag Stefan. Ich war gestern auch dabei und habe es genossen, mit Gleichgesinnten zusammen zu kommen, die für die Fotografie brennen.
    Da mir die Art deines Blogs sehr gefällt und ich neugierig geworden bin, werde ich mich hier in den nächsten Tagen mal ein wenig durchkämmen.

    Besten Gruß
    René

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